25 tierische Gäste aus Düren
Ende letzter Woche brach nach wochenlanger Trockenheit ein Brand im Hürtgenwald aus – nicht weit entfernt vom Tierheim Düren. Auf dessen Gelände leben auch etliche Tiere in Außengehegen. Da zunächst nicht abzuschätzen war, wie sich Feuer, Rauch und Wind entwickeln, kontaktierte das Tierheim kurzerhand über eine WhatsApp-Gruppe andere Tierheime und fragte vorsorglich nach Unterschlupf für die Tiere.
„Ich habe nicht lange gezögert und die Kollegen angerufen“, berichtet Benjamin Pasternak. „Wir konnten Transport und Unterbringung ohne Probleme managen und haben deswegen auch keine Zeit verschwendet. Niemand wusste, ob es noch schlimmer wird und mögliche Straßensperrungen dann alles erschweren. Und wenn es sich hinterher als unnötig herausstellen würde, haben die Tiere halt einen kleinen Urlaub gehabt.“
Quartiere für Ziegen, Schafe und Gänse
Da auf dem Alshof parallel die Kinderfreizeit lief, wurden die jungen Teilnehmer direkt mit eingespannt. Für die 12 Ziegen wurde ein Bauzaun aufgebaut, um ein großes Gelände abzustecken. Aus Paletten bauten die Kids eine Kletterburg, auf der die Ziegen artgerecht herumkraxeln können. Die sechs Schafe wurden in zwei großen Pferdeboxen mit Ausläufen untergebracht, hier haben sie viel Platz. Und die sieben Gänse wurden aufgeteilt: Drei von ihnen zogen in den alten Schafstall mit Auslauf auf den Alshof, die anderen vier erhielten eine Hundefreifläche im Tierheim.
„Auch wenn letztendlich keine Brandgefahr für das Tierheim Düren bestand, kann keiner einschätzen, wohin die Rauchwolken ziehen. Und durch den zweiten großen Brand im Hohen Venn zieht aktuell noch weiterer Rauch in das Gebiet und darüber hinaus“, erklärt Benjamin Pasternak. „Und natürlich ist Rauch auch für Tiere nicht gesund. Hier können sie bleiben, bis es Entwarnung gibt.“