Das bekommt mir nicht!
Erbrechen, Durchfall, Bauchweh und auch Juckreiz sind nur einige Anzeichen, die bei einem Haustier auf eine Futtermittelunverträglichkeit hindeuten. Die Suche nach dem Auslöser gleicht dabei nicht selten der einer Nadel im Heuhaufen: Der Tierarzt kann entweder einen Bluttest durchführen oder den Halter bei einer so genannten Eliminationsdiät begleiten. Dabei wird - teilweise über Monate – geschaut, ob sich eine Besserung einstellt, wenn bestimmte Bestandteile im Futter weggelassen werden.
Häufige Auslöser
Fakt ist: Alle Futterbestandteile können eine Allergie oder Unverträglichkeit auslösen. Typische Übeltäter beim Hund sind Getreide, insbesondere Weizen und Soja, und Mais. Was viele nicht wissen: Katzen sind grundsätzlich laktoseintolerant und Hunde sehr häufig. Deswegen sind Milchprodukte für Haustiere generell nicht zu empfehlen. Die häufigsten Allergene bei Fleischsorten sind bei Hund und Katze häufig Rind und Huhn, bei Katzen außerdem Fisch.
Wer ein Haustier hat, das von einer Unverträglichkeit betroffen ist, hat häufig höhere Tierarztkosten. Denn die Behandlung der Symptome und die Suche nach dem Allergen sind häufig langwierig und aufwändig. Bei uns im Tierheim erstellen wir deswegen für jeden Hund einen Futterplan. „Im Prinzip kann man sagen, dass keine zwei Hunde das gleiche Futter bekommen“, erklärt Benjamin Pasternak. „Im Gegenteil: Jeder Hund bekommt das Futter, das auf ihn zugeschnitten ist.“ Das sei natürlich zunächst mit erhöhtem Aufwand und höheren Kosten verbunden, zeige sich aber an einer gesunden Verdauung. „Wir merken, dass wir hier ganz klar im Bereich der Tierarztkosten gegensteuern können. Denn im letzten Jahr hatten wir deutlich weniger Tierarztbesuche mit unseren Hunden, die aufgrund von Futterproblemen nötig waren.“
Was wir füttern
Generell haben wir einen sehr hohen Standard bei der Fütterung entwickelt. So füttern wir im Tierheim Hunde und Katzen grundsätzlich getreidefrei und schauen, was genau ein Tier braucht. „Wir beurteilen immer den Ernährungszustand eines Tieres“, erläutert Benjamin Pasternak, „denn vor allem nach Beschlagnahmungen sind viele Tiere unterernährt und müssen erstmal hochgefüttert werden“. Dabei setzen wir auf hochwertiges Nass- und Trockenfutter und haben insgesamt weniger mit Intoleranzen zu tun.
Katzen sind Fleischfresser und würden einen Mangel entwickeln, wenn sie nicht ausreichend tierische Proteine erhalten würden. Getreide ist für sie noch weniger geeignet als für Hunde, da sie es nicht adäquat verdauen und verwerten können. Leider ist es als günstiger Füllstoff, der auch noch appetitlich aussieht, trotzdem häufig im Katzenfutter enthalten. „Da wir vermeiden wollen, dass hier Baustellen bezüglich des Futters entstehen, achten wir konsequent darauf, dass sie auch das Richtige bekommen.“