Die Sommer werden immer heißer
Am 26. und 27. Juni wurden in Deutschland sämtliche Temperaturrekorde gebrochen. Bei uns im Rheinland wurden fast 40 Grad gemessen, Veranstaltungen wurden abgesagt und Lokale geschlossen. Wir wollen nichts beschönigen: Auch für unsere Tiere und Mitarbeiter waren diese Tage alles andere als angenehm. „Unsere erprobten Maßnahmen haben nicht mehr ausgereicht“, berichtet Benjamin Pasternak.
Wohin mit der Luftfeuchtigkeit?
Die Wasserbeneblungsanlage im Hundehaus war voll im Einsatz und bei den Hunden wie eh und je beliebt. Manche legten sich direkt darunter, über die Verdunstungskälte wurde gleichzeitig die Temperatur um mehrere Grad gesenkt. „Der Hochdruckreiniger, den wir im Hundehaus einsetzen, hatte aber genau den gegenteiligen Effekt“, erzählt Benjamin Pasternak. „Die Feuchtigkeit konnte bei den hohen Temperaturen nicht weichen, es war wie im Tropenhaus.“ Er besorgte zwei Hochleistungs-Industrieventilatoren und platzierte sie im Hundehaus. Dadurch wurde Durchzug erzeugt, die Feuchtigkeit nach draußen geblasen und die Temperatur ging auf 26 bis 28 Grad runter.
Im Katzenhaus funktioniert das so nicht. „Katzen sind empfindlich gegenüber Zugluft, deswegen sollten sie auch nicht direkt vor der Klimaanlage sitzen“, erklärt Benjamin Pasternak. Und was eine Katze möchte, lässt sich ohnehin nicht vorhersagen. „Wir haben im Katzenhaus nasse Handtücher auf dem Boden ausgelegt. Dann können sie selber entscheiden, ob sie sich drauflegen oder damit spielen möchten, manche laufen auch nur kurz drüber.“
Den Mitarbeiterschutz möchte er bis zum nächsten Jahr auf jeden Fall weiter verbessern. Im Gespräch sind so genannte Hitzewarner als Armband für Menschen, die dauerhaft draußen arbeiten. Sie überwachen Temperatur, Sonneneinstrahlung und Ozonwerte. Risiken werden so frühzeitig erkannt, der Mitarbeiter gewarnt. Er kann nun die Arbeit unterbrechen, einen kühlen Platz aufsuchen und etwas trinken – bevor Überhitzung entsteht. „Im Idealfall werden diese Hitzewarner ab nächstem Jahr verpflichtend“, so Pasternak.