Endlich wieder Karneval?
Kamelle, Strüßjer und Konfetti: Bei den Karnevalszügen in der Region wird nicht mit Wurfmaterial gespart. Und natürlich gehören auch die Trommelgruppen und lautstarke Musik dazu. Was den meisten Jecken vor allem Spaß macht, ist für Tiere der blanke Alptraum und für unsere Umwelt eine Belastung. Noch immer laufen in einigen Städten Pferde im Zug mit – zum Glück verzichten die KG Rut-Wieß Rommerskirchen und die Ansteler Burgritter, die beiden Karnevalsgesellschaften in Rommerskirchen, darauf. Das würden wir uns auch bei vielen Schützenfesten wünschen, wo der Einsatz von Pferden bis heute möglich ist.
Für Tiere sind Kamelle, Konfetti und Musik mit enormem Stress verbunden. Bonbons fliegen wild durch die Gegend, Konfetti verschmutzt die Straßen und der Lärmpegel ist enorm. Damit ihr Hund oder ihre Katze nicht verletzt werden, panisch weglaufen oder etwas fressen, das nicht für sie bestimmt ist: Legen Sie Spaziergänge in ruhige Gegenden und Zeiten. Freigänger vielleicht auch mal im Haus lassen. Je nachdem, wie laut es in Ihrer Wohngegend ist, Ruheorte schaffen.
Verkleidung – ein No-Go!
„Vor allem, wenn Ihr Haustier erst kürzlich eingezogen ist, sollten Sie beobachten, wie es reagiert“, erklärt Benjamin Pasternak. „Das ist von Hund zu Hund sowie von Katze zu Katze unterschiedlich. Bei unserer Katze Ginger gilt das Gleiche wie an Silvester: Wir dunkeln das Schlafzimmer ab und lassen die Fenster zu.“ Zum trubeligen Karnevalszug sollte man Tiere natürlich auf keinen Fall mitnehmen – auch wenn dies leider vorkommt.
Und eins liegt ihm noch am Herzen: „Tiere sind keine Jecken! Man sieht es immer wieder, aber bitte verkleiden Sie sie nicht.“ Auch der Deutsche Tierschutzbund e.V. warnt, dass Kostüme Hunde und Katzen in ihrer Bewegungsfreiheit einschränken und ihre Kommunikation stören. Schlimmer noch, die Substanzen können giftig sein, Schnüre bergen Strangulationsgefahr.