Kalender-Update: März 2021

Notfelle – denn jedes Leben zählt!

Kater Ozzy
Chronischer Juckreiz: Kater Ozzy

Immer wieder kommen Tiere zu uns, denen es gesundheitlich sehr schlecht geht. Die ganz besonders viel Pflege, Fürsorge und Aufmerksamkeit benötigen. Vor knapp einem Jahr beispielsweise kam Kater Ozzy zu uns und wir waren entsetzt über seinen erbärmlichen Zustand. Ein unkontrollierter Juckreiz quälte ihn so schlimm, dass er nicht mehr aufhörte, sich zu kratzen. Blutuntersuchungen, Medikamente und Bäder, Spezialfutter und teilweise eine Betreuung rund um die Uhr … und dennoch mussten wir den Kater letzten Endes über die Regenbogenbrücke schicken. Auch wenn uns die Entscheidung sehr schmerzte, wir haben alles versucht, um sein Leben zu retten.

Denn für uns zählt jedes Leben und gerade bei kranken Tieren geben wir nicht so schnell auf.

Lebenslustig und flink ... aber viel zu dünn!

Freddie
Mischlingsrüde Freddie

Besonders große Sorgen macht uns derzeit Mischlingsrüde Freddie. Er kam Mitte 2020 als vom Ordnungsamt unterstütze Abgabe zu uns ins Tierheim und war zu dieser Zeit schon an der Grenze zur Magerkeit schlank. Viel wissen wir nicht über ihn und sein bisheriges Leben, leider erhalten wir keine Einsicht in die Akten des Ordnungsamtes und müssen uns oft zusammenreimen, wie die Geschichte eines Tieres aussehen könnte. Freddie schätzen wir auf etwa fünf Jahre, er ist ein sehr fröhlicher und bewegungsfreudiger Hund, der für sein Leben gern Frisbeescheiben hinterherjagt. Zuerst setzte ihm das Stresslevel im Tierheim weiter zu und er verlor noch mehr an Gewicht, doch mittlerweile haben wir ihn auf 25 Kilo aufgepäppelt. Das Idealgewicht bei einem Hund seiner Größe liegt bei mindestens 32 Kilo.

Sie fragen sich nun bestimmt, was Freddie denn jetzt eigentlich fehlt? Seit er bei uns ist, versuchen wir diese Frage zu beantworten. Von einem Gendefekt oder einer Autoimmunerkrankung war die Rede, mittlerweile deutet alles auf die chronische Darmentzündung „IBD“ hin. Ähnlich wie Morbus Chron beim Menschen, verläuft IBD beim Hund in Schüben und geht mit Symptomen wie Erbrechen, Durchfall und Blähungen einher. Einen Test auf diese Krankheit gibt es nicht, sie wird im Ausschlussverfahren diagnostiziert. Freddie frisst derzeit die dreifache Menge an Futter, die sonst ein Hund seiner Größe täglich vertilgt. Sein angegriffener Darm kann die Nährstoffe jedoch kaum oder nur schwer verarbeiten und zusammen mit den heftigen Durchfällen, geht die Nahrung oft unverwertet durch ihn hindurch. Er bekommt hochkalorisches Spezialfutter, welches zusätzlich mit purem Gänsefett angereichert wird. Allein 500-600 € kostet im Monat der Versuch, dass Freddie ein wenig mehr auf die Rippen bekommt. Und dazu kommen noch die tierärztlichen Behandlungskosten …

Wir lassen uns nicht unterkriegen!

Sorgenhund Freddie
Kampf um jedes Gramm auf seinen Rippen

Freddies Schicksal zeigt, dass wir nicht so leicht aufgeben und auch alten oder kranken Tieren helfen, wo wir nur können. Umso unvorstellbarer ist es, dass uns manche doch tatsächlich wissentlich schaden wollen und uns Knüppel zwischen die Füße werfen. So wurden wir beispielsweise beim Veterinäramt mehrfach wegen Freddie angezeigt, weil uns auf Grund seiner (medizinisch bedingten!) Magerkeit vorgeworfen wurde, wir würden ihm zu wenig zu fressen geben. Und obwohl dem Veterinäramt seine Akte vorliegt, muss es dennoch seiner Pflicht nachkommen und den Fall (wieder und wieder) überprüfen. Und so eine Begehung vom Veterinäramt dauert bis zu zwei Stunden, es muss ein Mitglied des Vorstands anwesend sein sowie weiteres Tierheimpersonal.

Diese unnötig verschwendeten Ressourcen wegen verletzten Persönlichkeiten machen uns immer wieder fassungslos. Wo bleibt da der Tierschutzgedanke? Die ganze Schmutzkampagne ging so weit, dass wir für ein angeblich vernachlässigtes Tier angezeigt wurden, besagtes Tier jedoch war schon lange vermittelt und auf Grund einer Tumorerkrankung auch bereits eingeschläfert. Und die Absurditäten nahmen kein Ende, denn als auch ein Beschwerdebrief beim Gemeinderat Rommerskirchen nicht zum gewünschten Erfolg führte, flatterte uns eine Anzeige wegen eines Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung ins Haus. Mittlerweile haben wir eine einstweilige Verfügung gegen die Personen erwirkt, um der Hetzjagd auf unser Tierheim endlich einen Riegel vorzuschieben. Wer uns und unsere Leidenschaft für den Tierschutz kennt, weiß wie aus der Luft gegriffen all diese Anschuldigen gegen uns sind. Natürlich fragt man sich, warum jemand sowas tut und mit welchem Ziel? Mit dem Ziel den Tieren zu schaden? Eine solche Schmutzkampagne kann tatsächlich im schlimmsten Fall dazu führen, dass einem Verein die Betriebserlaubnis entzogen und das Tierheim mit sofortiger Wirkung geschlossen wird. Aber was ist dann mit den Tieren? Wo kommen Sie unter?

Wir können guten Gewissens sagen, dass keine der Anschuldigungen gegen uns der Wahrheit entsprechen und wir auch die Rückendeckung des Veterinäramtes und von sämtlichen Fraktionen im Rhein-Kreis Neuss haben. Der Mitgliederzuwachs im letzten Jahr von 16 % erfüllt uns mit Stolz und es freut uns sehr, dass auch in diesem Jahr schon viele neue Mitglieder den Weg zu uns gefunden haben. Im Namen von Kater Ozzy, Rüde Freddie und vielen anderen besonders pflegebedürftigen Tieren, bedanken wir uns von ganzem Herzen für Ihre Unterstützung! Helfen Sie uns mit Ihrer Mitgliedschaft, Patenschaft oder Spende, damit wir auch weiterhin für jedes einzelne Leben kämpfen können!

Unser tierischer Kalender 2021

 


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